Seit einem halben Jahrhundert packen jeden Herbst Tausende PrimarschülerInnen aus dem Baselbiet Weihnachtspäckli für Kinder in Portugal und Rumänien. Es gibt einen vorgesehenen Inhalt für jedes Päckli: Eine Tafel Schokolade, eine Weihnachtsbaumkerze, eine Schachtel Farbstifte und ein Zeichenblock. Das mag für uns Advents- und Weihnachtsverwöhnte nach wenig klingen – für einige Kinder in Rumänien und Portugal sind diese vier Dinge jedoch das Einzige, was sie zum Christfest erhalten.
Im vergangenen Jahr hat das HEKS-Komitee Baselland über 3’000 Päckli sammeln und nach Portugal und Rümanien transportieren können. «Es ist eine eindrückliche Tradition, die schweizweit nur noch im Baselbiet Bestand hat.», sagt Daniel Frei vom Pfarramt für weltweite Kirche.
Portugal und Rumänien sind Länder, die zur EU gehören. Aber Armut und Elend sind dort noch immer weit verbreitet. Gerade Kinder sind besonders davon betroffen. Die Weihnachtspäckli schaffen eine Verbundenheit, die weit über den Geschenkinhalt hinausgeht. «Die Beschenkten merken, dass da im Baselbiet jemand an sie denkt.», so Daniel Frei. Teil der weltweiten Kirche zu sein, bedeutet, auch mit kleinen Zeichen Verantwortung zu übernehmen.
Die Weihnachtspäckli-Aktion ist eine gute Gelegenheit, solche Zeichen zu setzen.
Traditionell läuft die Aktion über den Religionsunterricht an den Primarschulen im Baselbiet. Die Kinder erhalten im Herbst einen Brief mit Informationen.
Das Sekretariat nimmt Päckli bis zum Freitagmittag, 6. November 2026 entgegen.

